Praxisbeispiel Golfclub Gut Apeldör: Mit neuem Führungsteam in die digitale Zukunft
Mitten im reizvollen Dithmarschen liegen 27 liebevoll gepflegte Golfbahnen, perfekt integriert in die landestypische Golf- und Knicklandschaft. Im Einklang mit der Natur finden hier sowohl Anfänger als auch Profis das ganze Jahr hindurch sympathischen Service, ideale Spielbedingungen und faire sportliche Herausforderungen.
Ausgangssituation
Die digitalen Systeme im Unternehmen sind historisch gewachsen und in Teilen nicht zwischen den einzelnen Bereichen (Greenkeeping, Gastronomie, Golfbetrieb und Hotel) abgestimmt. Der Digitalisierungsgrad ist zu niedrig, die Mitarbeitenden benötigen einheitliche Tools und ggf. entsprechende Schulungen. Die vakant gewordene Geschäftsführerposition soll künftig von einem Managementteam (Abteilungsleiter) übernommen werden.
Ziele des INQA-Coachings
Die einzelnen Führungskräfte sollen zu einem Managementteam zusammengeschweißt werden, um künftig den GC gemeinsam zu führen. Nachdem die Schnittstellen zwischen den einzelnen Abteilungen identifiziert werden, soll eine geeignete Arbeitsvorbereitungssoftware gefunden und die vorhandene CRM-Software besser genutzt werden.
Maßnahmen im Coaching
Phase 1: Etablierung funktionierender Kommunikationsstrukturen, Definition zentraler Handlungsfelde in den einzelnen Geschäftsfeldern, Umsetzung erster Maßnahmen zur Prozessoptimierung und Mitarbeiterbindung.
Phase 2: Vertiefung der in Phase 1 angestoßenen Maßnahmen, Definition von Schnittstellenproblemen.
Phase 3: Konkretisierung und Etablierung eines gemeinsamen Führungsverständnisses sowie Umgang mit Belastungen und Konflikten. Analyse der aktuellen Projektstände, Definition und Einleitung weiterer Maßnahmen zur Digitalisierung sowie Reflektion und Verfestigung des Verständnisses des INQA-Arbeitszyklus zur künftigen weiteren Anwendung.
Positive Effekte
Hervorzuheben sind die partizipativen Ansätze sowie die Rollenstruktur beim INQA-Coaching. Der geschützte Raum innerhalb der Coachingphasen bot die Möglichkeit einer sehr offenen Kommunikation, wodurch auch schwierige Themen gut bearbeitet werden konnten. Dia Balance aus Führungsthemen, operativen Herausforderungen und strategischer Ausrichtung wurde als sehr hilfreich erachtet.
Ergebnisse
Die bereichsübergreifende Zusammenarbeit wurde erheblich verbessert, ein gemeinsames Führungsverständnis entwickelt, Prozesse digitalisiert und optimiert. Regelmäßige Kommunikationsroutinen wurden entwickelt, eine neue Software implementiert. Konflikte innerhalb der Führungsebene wurden bearbeitet und beigelegt. Die Zusammenarbeit zwischen einzelnen Geschäftsbereichen wurde erheblich verbessert.
Ausblick
Die im Rahmen des INQA-Coachings erlernten agilen Methoden sollen weiter angewandt werden. In der Gastronomie sollen Selfservice-Prozesse etabliert werden. Der regelmäßige Austausch zwischen den einzelnen Geschäftsbereichen soll fortgesetzt werden.
Die INQA-Beratungsstelle „Bildungswerk der Wirtschaft für Hamburg und Schleswig-Holstein e.V.“ wird im Rahmen des Programms INQA-Coaching durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.

