Praxisbeispiel: Ingenieurgesellschaft Siebert Projektmanagement mbH (ISP)

 

Das ISP berät Projekte aus den Bereichen Ingenieur-, Kanal-, Straßen- und Wasserbau und unterstützt öffentliche sowie gewerbliche Unternehmen bei der Erstellung von Sanierungskonzepten und Mutterleistungsverzeichnissen im Bereich Kanalsanierung. Darüber hinaus bietet ISP planerische Ingenieursleistungen im Bereich Wasserwirtschaft, Straßenbau, Vermessung und Tiefbau an, übernimmt ggf. die Bauleitung und sichert die Qualität.

 

Ausgangssituation

Das Unternehmen will von 2D-CAD auf 3D-objektorientierte Planung umstellen. Dazu sollen die Planungsprozesse neu strukturiert werden, einheitliche 3D-Datenmodelle etabliert und der digitale Datenfluss bis zur Übergabe an den Kunden sichergestellt werden. Es sollen entsprechende Weiterbildungskonzepte entwickelt werden, um die Mitarbeitenden adäquat zu schulen und die Planungsmethode erfolgreich umzusetzen.

 

Ziele des INQA-Coachings

Das Unternehmen strukturiert seine Planungsprozesse neu, führt einheitliche §D-Datenmodelle ein und stellt den digitalen Datenfluss bis zur Übergabe an den Auftraggeber sicher. Es wird ein Weiterbildungskonzept entwickelt, um die MA in den fachlichen, technischen sowie methodischen Kompetenzen zu schulen.

Begleitet wird das Coaching durch den INQA-Coach Gerhard Faßhauer.

 

Maßnahmen im Coaching

Phase 1: Erfassung der aktuellen Planungsprozesse und Identifizierung von Medienbrüchen sowie Abhängigkeiten von Schnittstellen.

Phase 2: Entwicklung eines praxisnahen und individuellen Weiterbildungsplanes zur Einführung und Anwendung der BMI-Planungsmethode.

Phase 3: Erstellung eines umfassenden Konzeptes zur Einführung von KI. Identifizierung konkreter Anwendungsbeispiele mit echtem Mehrwert in Bezug auf Effizienz, Qualität oder Automatisierung. Erstellung eines begleitenden Konzeptes zur aktiven Einbindung der Mitarbeitenden bei künftigen Veränderungsprozessen.

 

Positive Effekte

Schwachstellen im Prozess wurden erkannt, interdisziplinäre Zusammenarbeit gestärkt. Es wurde erkannt, dass Standardfortbildungen nicht ausreichen. Ängste und Unsicherheiten im Team bezüglich der künftigen Nutzung wurden erkannt und durch transparente Kommunikation und individuelle Schulungen abgebaut. Das Lab-Team ist nun zentrale Instanz zur Einführung von weiterer KI im Unternehmen.

 

Ergebnisse

In sehr kurzer Zeit wurden praxisnahe Ergebnisse erzielt, die eine solide Grundlage für den Einsatz weiterer KI im Unternehmen bilden. Der Fokus auf Mitarbeitereinbindung während des Coachings hat dazu geführt, dass die Mitarbeitenden sich fortan noch mehr mit dem Unternehmen identifizieren und den weiteren Entwicklungsprozess aufgeschlossen gegenüberstehen.

 

Ausblick

Auf Basis der im Rahmen des INQA-Coachings entwickelten Konzepte sollen im Anschluss Pilotprojekte auf- und ausgebaut sowie die geplanten Schulungsmaßnahmen umgesetzt werden. Die agile Arbeitsweise unter Einbindung der Mitarbeitenden soll zentraler Baustein werden, um den digitalen Wandel weiter voranzutreiben.


Die INQA-Beratungsstelle „Bildungswerk der Wirtschaft für Hamburg und Schleswig-Holstein e.V.“ wird im Rahmen des Programms INQA-Coaching durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.