Praxisbeispiel Witwenball: Digitalisierung in der Gastronomie erfolgreich gestalten
Die Gastronomie gehört zu den Branchen, die besonders stark unter Kostendruck und Fachkräftemangel leiden. Gleichzeitig schreitet die Digitalisierung rasant voran: Für Bereiche wie Buchung, Kassensysteme und Warenwirtschaft stehen zahlreiche Softwarelösungen zur Verfügung. Um hier die richtige Entscheidung für den eigenen Betrieb zu treffen ist es entscheidend, zunächst die bestehenden Arbeitsprozesse und vorhandenen Systeme genau zu analysieren. „Man sollte sich zuerst die eigenen Abläufe anschauen, bevor man neue Lösungen einführt“, betont Julia Bode vom Restaurant Witwenball in Hamburg.
Das inhabergeführte Restaurant Witwenball steht für einen hohen Anspruch an Qualität und Service. Um neben dem laufenden Betrieb auch die digitale Transformation strukturiert anzugehen, entschieden sich Julia und Axel Bode für eine Teilnahme am Förderprogramm INQA-Coaching. „Uns war wichtig, dass unsere Mitarbeitenden den Prozess aktiv mitgestalten können. Nur so entsteht am Ende ein digitales System, das im Arbeitsalltag wirklich entlastet“, erklärt Bode. Das Konzept des Förderprogramms passte daher ideal zu den Anforderungen des Betriebs.
Im Mittelpunkt des INQA-Coachings stand die systematische Analyse und Visualisierung aller Arbeitsprozesse. Von Beginn an war das Interesse im Team groß. Zugleich gab es auch Skepsis, da bislang noch nicht mit agilen Methoden gearbeitet wurde. Einige Mitarbeitende befürchteten zunächst, dass der Prozess zu komplex sei und zusätzlichen Arbeitsaufwand verursachen könnte. Diese Bedenken relativierten sich jedoch schnell: Bereits nach der ersten Arbeitsphase fiel das Feedback durchweg positiv aus. Das strukturierte Vorgehen wurde als motivierend empfunden und förderte die aktive Beteiligung aller Teammitglieder.
In den einzelnen Arbeitsphasen wurden die Aufgaben in Küche und Service detailliert analysiert und teilweise neu strukturiert. Dabei kam es durchaus zu intensiven Diskussionen, ein Zeichen dafür, wie engagiert sich das Team einbrachte. In einer offenen und konstruktiven Atmosphäre konnten Ideen entwickelt und Lösungen gemeinsam erarbeitet werden. Auch Dank ihrer professionellen INQA-Coachin. Der transparente Prozess sowie die professionelle Moderation stärkten nicht nur die Zusammenarbeit im Team, sondern führten auch zu spürbaren Verbesserungen im Arbeitsalltag, ohne die befürchtete Mehrbelastung.
Das Fazit fällt eindeutig positiv aus: Die Teilnahme am Förderprogramm hat sich für das Restaurant Witwenball klar gelohnt. Zwar ist die Nutzung von Fördermitteln immer mit einem gewissen administrativen Aufwand verbunden, doch hierbei wurde der Betrieb zuverlässig durch die INQA-Beratungsstelle unterstützt.
Die INQA-Beratungsstelle „Bildungswerk der Wirtschaft für Hamburg und Schleswig-Holstein e.V.“ wird im Rahmen des Programms INQA-Coaching durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.